Zeitzeugnis Video Wismar 1990

Donnerstag 9. April 2009 von admin

Ein kleines Zeitzeugnis eines Besuchs in Wismar 1990.

Lang, lang ist’s her…

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Stadtgründung Wismar

Donnerstag 9. April 2009 von admin

Die Bucht von Wismar ist sicher seit alters her besidelt, jedoch sind hier keine als Stadt verständliche Ansiedlungen überliefert.
So war z.B. das Reric (Rerik) der Wikinger als alter Handelsplat im Jahr 808 vom Dänenkönig Göttrik zerstört worden. Neuere archäologische Forschungen bewiesen die Existenz einer Ansiedlung an der Mecklenburger Bucht in Höhe des heutigen Ortes Gross Strömkendorf, die mit dem historischen Reric identisch sein dürfte. Reric war ein bedeutender Fernhandelsplatz der Wickinger, dessen Rolle nach der Zerstörung von Haithabu übernommen wurde, das sich ebenfalls an der nördlichen Mecklenburger Bucht lag.

Ungefähre Lage des Reric der Wickinger

Ungefähre Lage des Reric der Wickinger

(Weiss umrandet: Das wahrscheinliche Siedlungsgebiet mit dem historischen Hafen.) 

Kleine Anmerkung: Das heute als Rerik bekannte Ostseebad wurde erst am 1. April 1938 aus dem alten Namen Alt Gaarz in Rerik umbenannt.

Bewiesen erstmalig tritt der Name Wismar im Jahre 1229 auf, als Fürst Johann, der seinen Sitz auf der Burg Mecklenburg hatte, den Bürgern ein Stück Land zwischen dem späteren St. Jacobs-Hospital und Wendorf überlässt. Zu dieser Zeit war die Stadt schon kräftig am Wachsen, was darauf hindeutet, dass sie noch einige Jahre älter ist. Erhaltene Aufzeichnungen und das Stadtbuch aus dem 13. Jahrhundert weisen darauf hin, dass die Besiedlung mit Einwanderern aus der Mark Brandenburg, Niedersachsen, Westfalen und Holstein erfolgte.

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Stadtansicht Wismar von 1595

Donnerstag 9. April 2009 von admin

Wismar Stadtansicht
Wismar Stadtansicht

Eine Stadtansicht von Wismar aus dem Jahre 1595.
Die  Ansicht wurde auf Anweisung des Wismarer Rates in Kupfer gestochen.

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Google in Wismar

Mittwoch 8. April 2009 von admin

Google in Wismar unterwegs !

Wer sich derzeit über einen schwarzen PKW mit “Mast” auf dem Dach wundert, brauch sich nicht wundern.

Das schwarze Auto ist im Auftrag von Google auf den Strassen unterwegs und erstellt die Bilder bzw. Aufnahmen für Google StreetView. Wenn Sie also das Auto gesehen haben, wurden Sie (wahrscheinlich) auch gesehen, und können in Kürze in Google Earth als “Teilnehmer” begrüsst werden.
(Hoffen wir, dass Sie anständig waren, denn sonst könnten Sie eine gewisse Internet-Bekanntheit erlangen).

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Geschichte der Ortsnamen

Mittwoch 8. April 2009 von admin

Ortsnamen in Mecklenburg.

Wendische bzw. slawische Ortsnamen
Viele Ortsnamen in Mecklenburg sind sehr alt und lassen sich bis in die Zeit der Wenden zurückverfolgen.

Bei der Namensgebung unterlagen die Wenden, als slawischer Stamm, den slawischen Bildungsregeln.

Ortsnamen sind oft an Personennamen angelehnt
Familiennamen enden auf -ow, auch auf -au, da dieses scheinbar für die germanischen Zungen besser geeignet war, und -itz, unter dem Einfluss der deutschen Besiedlung wurde oft aus dem slawischen -itz ein -ütz.

So kam es zu den Ortsnamen auf die
Endung -ow
wie z.B. Duckow, Brunow, Hagenow,
Malchow = Wohnort des Malach

Endung -au
wie z.B. Plau, Schönau, Teldau,

Endung -itz
wie z.B. Benitz, Crivitz, Garlitz, Glewitz

Endung -ütz
wie z.B. Klütz, Brütz

die auch heute immer noch auf die slawischen bzw. wendischen Ortsbildungen hinweisen.

Deutsche Ortsnamen
Viele Ortsnamen, die auf -dorf enden, sind an Personennamen angelehnt.

Beispiele sind z.B. Behnkendorf, Brodersdorf, Mohrdorf, Lelkendorf, Klausdorf u.a.

Orte nach Endungen:

- au  Slawisch: in Wiesennähe
- burg – bei der Burg, in Burgnähe
- furt oder -vort = Flussübergang (Steinfurt = mit Steinen gesicherter Flussübergang)
- heim, -hof – Stammessitz oder Sippe, Clansitz
- hagen, -hain, -hau, -scheid, -grün – weisen auf Orte im Walde hin
- hausen, -hofen – Bei den Häusern
- ow – Slawisch: in östlichen Gebieten oder auch einfach Zugehörigkeiten
- tann – beim Tannenwald
- rode, auch in älteren Namensgebungen -rath, -ried, roth, -reuth - beim Wald, im Waldgebiet, in der Rodung
- ingen – ebenfalls Clangebiet oder Hinweis (Holzingen = bei den Leuten im Holz.
               Oft wurde in einer späteren Besiedlung daraus ein -heim, aber auch ein -un oder -en
              (Bemun = Bremen = Ort am Rande der Dünen)
            
- lar – eingezäuntes Land, Umfriedung oder Hürde, auch Viehweide (Wetzlar = Viehweide am Wetzbach,

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