bis 14. Jahrhundert

Bei Wismar handelt es sich um ein altes Siedlungsgebiet. Begründet liegt dies in der geschützten Bucht, verfügbarem Süsswasser und der geschützten Lage in Mitten von Wasser und Moor.
 Die “richtigen” ersten Siedler liegen im Dunkel der Geschichte verborgen.

ca. 340  Der König der Obotriten, Vismarus, gestorben ca. 340, soll eine Siedlung an der Bucht gegründet haben, die nach ihm Vismariam oder Wismariam benannt wurde. Im Laufe der Geschichte ist diese wahrscheinlich wieder aufgelöst oder zerstört worden.

1147 Wismar wird in der Knytlinga-Saga erwähnt als Landeort des dänischen Königs  Sven Grade,der in Wizmar Havn landete. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es zu dieser Zeit eine Stadt Wismar gegeben haben muss, denn es kann sich einfach nur um den Ankerplatz in der Bucht gehandelt haben.

 1164 Der dänische König Waldemar landet in Wismar Havn

1167 Heinrich der Löwe erwähnt Wismar in einer Urkunde, die die Grenzen des Bistums Ratzeburg bestätig als aqua que Wissemara dictur, aquem Wissemaram und die östliche Grenze des Bistums.

1220 Aufhebung des Strandrechts durch Fürst Borwin.

1229 Fürst Johann schenkt den Bürgern der Stadt ein Stück Land an der Köppernitz.
Diese Urkunde gilt als erste gesicherte Erwähnung der Stadt Wismar und damit deren Anerkennung.

1239 Bau des Benediktinerklosters in Wismar

1246 Die Bürger von Riga erhalten dieselben Hafenfreiheiten in Wismar, wie sie diese auch in Lübeck geniessen.

1251 Fürst Johann der Theologe nimmt die Franziskaner-Mönche in Wismar auf. 
Baubeginn der Kirche zum Heiligen Kreuz und des Heilig-Geist-Spital.

Die dänischen Könige sichern den Bürgern von Wismar die Freiheit vom Strandrecht und die gleichen Rechte in Dänemark zu, wie sie die Lübschen innehaben.

1256 Der Rat Vogt und die Gemeinde der Stadt Wismar beurkunden die Beilegung eines Streits zwischen Lübeck und Rostock.

Fürst Johann verlegt seine Residenz aus Dorf Mecklenburg in die Stadt Wismar.

1259 Wismar, Lübeck und Rostock schliessen einen Bund gegen die See- und Strassenräuber

1260 Die Lübecker erhalten in Wismar, wie auch in allen Ländereien des Fürsten Johann die völlige Zollfreiheit.

1266, 14. April Fürst Heinrich gibt der Stadt das Lübsche Recht

1267 Grosser Brand in Wismar, der fast die halbe Stadt in Schutt und Asche legt.

1270 Fürst Heinrich stellt die Kirche St. Jürgen unter das Patronat des deutschen Ordens in Riga.

1283 Die Kirche Zum Heiligen Kreuz wird nieder gerissen und durch einen grösseren Neubau (Kirche zum Heiligen Geist) ersetzt.

1284 -1285 Wismar beteiligt sich an den nordischen Kriegen.

1292 Die Dominikaner siedeln sich in Wismar an.

Dem Fürsten Heinrich, Sohn von Heinrich dem Pilger, wird die Hochzeit in Wismar untersagt.

1293 Den Dominikanern wird an der Stadtmauer ein Bauplatz für ihr Kloster zugewiesen.

1295 Der Rat erlässt eine Willküre wider den zunehmenden Aufwand bei Taufen, Kirchgängen, Hochzeiten und Begräbnissen.

1298 Heinrich der Pilger kehrt aus der Gefangenschaft nach Wismar zurück.

1299, 25. Januar und 22. Februar Heinrich der Pilger verkauft Grund und Boden an die Stadt Wismar.

1300, 28. März Aussöhnung zwischen Heinirch dem Pilger und der Stadt Wismar. Er erwirbt im Gegenzug gegen die Übergabe des Burgplatzes vor der Stadt ein Grundstück für den Bau des neuen Fürstenhofes innerhalb der Stadtmauern.

1302, 2. Januar Heinrich der Pilger stirbt. Die Stadt erneuert dem Fürstenhause ihre Huldigung.

1306 Der Rat erlässt schärfste Strafen wider die Blutrache und erlässt Satzungen zum Bau solider Ziegelbauten der Häuser und im Konkurswesen.

1309 Heinrich der Löwe möchte seine Tochter mit Otto Herzog von Lüneburg vermählen, was ihm durch die Stadt verwehrt wird.

1310 Wismar weigert sich abermals, eine Fürstenhochzeit innerhalb der Stadt zuzulassen. Prinzessin Mechthild, Tochter von Fürst Heinrich, die mit Herzog Otto von Lüneburg vermählt werden sollte, feiert daraufhin die Hochzeit in Sternberg.

1310 Fehde von Rostock und Wismar mit Dänemark. Wismarer Koggen fahren bis in den Sund und überziehen die dänische Küste mit Mord und Brand.

1311, 11. Juli Heinrich der Löwe unternimmt mit Untersützung der nordischen Fürsten einen Sturm auf die Stadt Wismar, die trotz des Beistands von Lübeck und Rostock in Geld, Schiffen und Mannschaft, unterliegt.

1311, 15. Dezember Wismar nimmt unter Vermittlung von Herzog Waldemar von Schleswig und Fürst Nicolaus von Werle die von Heinrich dem Löwen diktierten Friedensbedingungen an. Die Stadt verliert Mühlen, Zoll und Vogtei. Sie muss ferner sechst jüdische Familien aufnehmen und in dienstlichen Sachen auf die Anwendung des lübschen Rechts gegen die Beamten- und Dienerschaft des Fürsten verzichten. Der Fürst baut sich innerhalb der Stadt einen befestigten Hof, der einen Durchgang durch die Mauer vom Weberkamp zur Hauptburg hat, die ausserhalb der Stadt liegt und für welches das Mecklenburger Tor jeder Zeit geöffnet sein muss.

1312, 24. Juni bzw. 1313, 27. Februar Das Kloster Doberan siedelt sich mit einem Hof in der Mühlenstrasse an.

1313, 23. Juli Beatrix, Gemahlin von Heinrich des Löwen, stirbt und findet ihre Ruhestätte im Chor der Franziskaner-Kirche.

1316 Heinrich der Löwe nimmt bei der Stadt Wismar eine Anleihe auf, um seine grösseren und kleineren Kriegszüge benötigt.

1317 Anastasia, Mutter von Heinrich dem Löwen stirbt und findet ihre Ruhestätte im Chor der Franziskaner-Kirche.

1318  Das holsteinische Kloster Cismar kauft drei Worthen an der Faulen Grube.

1318 Zur Rückzahlung einer Anleihe bei der Stadt Wismar verkauft Heinrich der Löwe Ländereien, so z.B. ganz Insel Poel, aus denen vorher Anastasia ihre Einkünfte bezog, an die von Plessen, Preen und Stralendorff.

1318, 6. Dezember Das Kloster Sonnenkamp aus Neukloster kauft einen Hof an der Frischen Grube.

1321 Fürst Heinrich von Mecklenburg gibt das Patronat über St. Marien an das Domkapitel in Ratzeburg.

1323 Fürst Heinrich von Mecklenburg gibt das Patronat über St. Nikolai an das Domkapitel in Ratzeburg.

1323 und 1324 König Christoph erneuert die alten Privilegien von Wismar.

1326, 11. November Heinrich von Mecklenburg lässt Wismar seinem Sohn Albrecht huldigen.

1328 Fürst Heinrich von Mecklenburg übergibt einen Teil seines innerstädtischen Hofes an die Ritter des deutschen Ordens, die die in der Nähe gelegene Komthurei Krankow innehaben, womit auch die Ritter in der Stadt Wismar niedergelassen sind. Der Vertrag darüber wird zwischen Rat und Orden am 11. April 1330 geschlossen.

1328, 14. September Abschluss eines Zollvertrags zwischen Wismar und Heinrich von Mecklenburg.

21. Januar 1329 Tod von Fürst Heinrich von Mecklenburg

1332 Beistandspakt von Rostock und Wismar mit Lübeck gegen Ritter Johann von Bülow, der auf dem Priwalk eine Burg errichtet hat.

1336 Das zweite wismarer Spital (neben dem Spital Heiligen Geist) mit Namen St. Jacob wird erwähnt. Es diente der Unterbringung der Aussätzigen und befand sich am Köppernitzbach.

1338, 11. Januar Abschluss eines sechsjährigen Landfriedens zwischen den norddeutschen Fürsten und den Städten.

1339 Vollendung des Chors von St. Marien durch den Baumeister Grothe.
Verträge gegen die Seeräuberei und zur Erlangung sicheren Geleits zu Lande mit den Grafen von Holstein.

1342 Fehde der wendischen Seestädte mit Dänemark und Schweden, die mit Hilfe des Grafen Günther von Scharzburg und Fürst Albrecht von Mecklenburg im Frieden von Helsingborg am 17. Juli 1343 beigelegt wird.

1350 Die Pest in Wismar fordert in einem Monat mehr als 2.000 Tote.

Das Rathaus brennt nieder.

1351, 16. Oktober Landfriedensbündnis – Wismar stellt 40 Mann, Rostock 60 Mann mit dem Ziel, die Sicherheit der Strassen zu gewährleisten. Innerhalb eines Jahres werden viele Burgen der Raubritter gebrochen und vernichtet.

1352, 29. September Bund mit Lübeck, Rostock, Stettin, Stralsund zur Sicherheit der Seewege und gegen derer, die das Meer unsicher machen.

1353 Herzog Albrecht schenkt der Kirche zum Heiligen Geist 4 Höfe, Stefin, Metelsdorf, Lusendorf und Martensdorf.

1353, 5. März Weihe von St. Marien.

1358 Dänisch-Holsteiner Krieg, Herzog Albrecht und Johann von Mecklenburg stehen mit den Fürsten gegen König Waldemar von Dänemark. Wismar stellt eine Kriegsmannschaft.

1358, 2. Juli Die Wismarschen stellen den dänischen Anführer Peter Dene und nehmen ihn gefangen.

1365, 8. September Abhaltung eines Kapitels der Dominikaner aus der Ordensprovinz Sachsen in Wismar.

1367 Der Bürger Heinrich Wessel stiftet ein Armengasthaus

1371, 18. April Die Stadt kauft vom Herzog die Gruben- und Küttermühle

1373 Der Bürger Heinrich Wessel stiftet ein Armengasthaus

1374 Aufhebung des Hofes der Cismar’schen Mönche und Verkauf des Hofes an einen Bürger.

1374 3./4. Dezember Sturmflut in Wismar

1375, 31. Oktober Kaiser Karl IV. kommt von Lübeck nach Wismar und weilt eine Nacht in der Stadt.

1375, 24. Dezember Ein von Johann Köster gearbeiteter Altar-Schrein wird auf dem Hauptaltar von St. Marien aufgestellt.

1376 Pest in Wismar

1378 Wismar als Stadt (un dy stad zur Wysmar) wird in der Kirchbergschen Chronik (einer Reimchronik) des Ernst von Kirchberg erwähnt.

Die Pest grassiert in Wismar, mehr als 10.000 Tote sind zu beklagen.

1379, 3. Dezember Wismar kauft das Dorf Cismerstorp.

1380, 28. November Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Goldschmiede

1381 Beginn des Chorbaues von St. Nicolai durch den Baumeister Heinrich von Bremen.

1383, 3. März Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Kürschner

1387 Pest in Wismar.

1387, 26. April Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Reifer  und Wollenweber

1387,  13. Juni Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Kannen- und Grappengiesser

1388, 9. September Der Ratzeburger Bischof Gerhard weiht eine neu errichtete Kapelle in St. Marien

1389 Feuersbrunst in Wismar, 1/4tel von Wismar brennt nieder, besonders die Mecklenburgische Strasse, die
Kleinschmiede-Strasse und die Bildenstrasse sind betroffen.

1389, 24. Februar Herzog Albrecht verliert die Krone von Schweden und gerät bis 1395 in Gefangenschaft.

Könit Albert II. von Schweden besucht Wismar.

1391 Wismar rüstet an der Seite König Albert von Schweden mit Rostock zusammen eine Flotte aus und unterliegt.

Eins Schiffahrtsweg von Lübeck über die Steckenitz, Mölln, die Delmenow bis zur Elbe wird eröffnet, wodurch Wismar
massive Einbussen im Salzhandel hat.

1394 Wismar und Rostock rüsten wieder für König Albrecht von Schweden eine Flotte aus und verproviantieren das belagerte Schloss zu Stockholm. Dadurch verfallen sie in Königin Margarethas Ungnade.

1397,  28. März Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Krämer

1398, 6. November Erteilung der Amtsrollen an die Ämter der Schneider