Wismar ab 15. Jahrhundert

1412 Verhandlungen und Verträge über den Salzvertrieb von Lüneburg nach Wismar werden geschlossen.

1413, 12. Mai Das grosse Kaland des Landes Bresen und des Archidiakonat von Rehna wird nach Wismar verlegt.

1427 Unruhen in Wismar

1427, 31. Oktober Der Rathmann Hinrik van Haren wird auf dem Marktplatz geköpft.

1427, 18. November Der Bürgermeister Johann Bantzkow wird auf dem Marktplatz geköpft.

1480 Erster Entwurf eines Kanals von Schwerin nach Wismar (Viechel’sche Fahrt).

1523 Der Franziskanermönch Hinrik Never predigt im Sinne der Reformation.

1535 Die Kirchen-Prokuratoren von St. Georgen übergeben das gesamte Vermögen dem Rat mit der Bitte, die Geistlichen daraus zu besolden und die Armen des Kirchspiels zu unterstützen.

1537 Die mindere Kalandsbrüderschaft läst sich im Zuge der Reformation auf.

1541 Das Franziskanerkloster wird zur lateinischen Schule.

1550 Der Sternberger Landtag fasst den Beschluss, das Papsttum in ganz Mecklenburg auszurotten.

1552 Der St. Jacobshof wird zum Besten der Armen verpachtet.

1553-1554 Durch Herzog Albrecht I. wird der Hauptteil des Fürstenhofs im Geschmack der italienischen Frührenaissance um- bzw. neugebaut.

1555, 17. Oktober Der Rat beschliesst auf Betreiben von Herzog Johann Albrecht, alle geistigen Einkünfte der Stadt in ein Verzeichnis aufzunehmen, um damit Kirchendiener, Schulleher sowie Schüler und Studenten zu unterstützen.

1555 Die Hansestädte (Lübekc, Hamburg, Wismar, Rostock, Stralsund, Lüneburg) machen das Vorgehen gegen die Wiedertäufer und Calvinisten bzw. Sakramentierer zu einer gemeinsamen Sache.

1556 Superintendent Freder, der bei den Wittenberger Reformatoren arbeitete, wird in Wismar berufen.

1560 Der Fürst nötigt Rat und Bürgerschaft der Stadt, zur Schuldentilgung des Fürstenhauses, die auch durch den Bau des Fürstenhofs entstandenen Schulden durch die Einführung einer Accise aufzulegen.

1564 Als letztem wird dem Prior des Dominikaner-Klosters durch den Rat die Verwaltung abgenommen.

1570 Die Wasserleitung aus Metelsdorf zur Versorgung der Stadt wird vollendet.

1594 Das erste Mal kann ein Schiff von der Elbe und Elde über Vieckeln in den neuen Kanal einfahren und so bis nach Wismar gelangen. Auf Grund des dreissigjährigen Krieges und dem damit einhergehenden Verfall der Handelsbeziehungen von Wiamar zu Reval, Narva und Schweden und dem gleichzeitigen Aufblühen des Handels aus Holland und England verfällt dieser Wasserweg wieder.

1627 Wismar ergibt sich den kaiserlichen Truppen und wird mit 1000 Mann besetzt. Die drei Kirchspiele der Stadt müssen 69.000 Thaler Kriegslasten (nach heutiger Umrechnung mehr als 4 Mio. Euro) zahlen, wodurch weite Teile der Bürger verarmen.

Die Festung wird verstärkt.

1623 Wismar wird von den befreundeten schwedischen Truppen besetzt.

1631 Wismar erlebt eine Blockade, in deren Folge es stark verwüstet wird.

1635 Verstärkung der Festung durch die schwedischen Truppen.

1638 Blockade von Wismar mit Verwüstungen.

1642 Verstärkung der Festung Wismar durch die schwedischen Truppen.

1649, Januar Auf Befehl von Oxenstierna wird nicht mehr für den mecklenburger Landesherrn gebetet.

1653, 17. Mai Einrichtung des schwedischen Gerichtsof, des sog. hohe Tribunal, im Fürstenhof.

1661, 4. Januar  Der baufällige Dachreiter von St. Marien wird durch Sturmwind verweht und beschädigt die Kirche beträchtlich.

1675 Neben der Wasserleitung aus Metelsdorf wird nach der Belagerung von Wismar eine zweite Wasserleitung aus dem Fischerteich nach Wismar gebaut.

1699, 28. Juli Durch Blitzschlag werden drei Pulvertürme in der Nähe des Lübschen Tores zur Explosion gebracht. Grosse Teile der Stadt liegen dadurch in Trümmern.

1703, Dezember Der noch nicht wiederhergestellte Turm der Nicolai-Kirche stürzt auf Grund heftigen Sturms ein.

1735 – 1741 Der von Kaiser und Reich abgesetzte Herzog Karl Leopold muss in der schwedischen Stadt Wismar vor seinen eigenen Landsleuten Zuflucht nehmen.

1803, 26. Juni Vertrag von Malmö. Durch den Vertrag von Malmö wird Wismar zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster für die Summe von 1.250.000 Thaler Hamburger Bank vom Herzog Friedrich Franz als Pfandbesitz für Mecklenburg von Schweden zurück erworben.

1893-1894 Anlage eines zweiten Hafenbeckens